SPD-Ortsverein Asperg

SPD Asperg lehnt LEA am Schanzacker ab

Veröffentlicht am 05.03.2023 in Aktuelles

Für alle Beteiligten in Asperg und Tamm überraschend verkündete die Landesregierung, dass das Justizministerium auf dem Gebiet von Schanzacker eine Landeserstaufnahmestelle für bis zu 1.200 Geflüchtete plane. Es ist aus unserer Sicht erstaunlich, dass das Land meint, hier bereits am Ende des Entscheidungsprozesses zu stehen. Wir sehen uns allerdings erst am Anfang. Auch wenn das ins Auge gefasste Gebiet auf Ludwigsburger Gemarkung liegt, sind die direkt Betroffenen eben doch die beiden Gemeinden am Hohenasperg.

2009 hatte sich auch die Asperger SPD gegen die Überbauung vom Schanzacker mit einer Spedition ausgesprochen, um einen der letzten nicht überbauten zusammenhängenden Grünzüge im Landkreis zu erhalten. In den jetzigen Planungen des Landes wird dies nicht berücksichtigt. Auch die komplette Infrastruktur müsste dort neu geschaffen werden, mit Stromanschlüssen, Wasser- und Abwasserkanälen, einer Fußgängerquerung über die Bahngleise Richtung Breuningerland sowie dem Ausbau der Straßen von Tamm und Asperg kommend. Auch wenn das Gebiet auf Ludwigsburger Gemarkung liegt, so gibt es keine Anbindung an die dortige Innenstadt. Nach Asperg und Tamm sind es ein bis zwei Kilometer. Auch wenn Schuleinrichtungen, Kinderbetreuung und Einkaufsmöglichkeiten auf Schanzacker entstehen sollten, wäre die LEA weitestgehend abgehängt. Es stellt sich die Frage, ob so Integration stattfinden kann oder nicht viel mehr eine unerwünschte Ghettoisierung zu befürchten wäre.

Wir halten daher aus den oben angeführten Gründen den Schanzacker für einen nicht geeigneten Platz zur Errichtung einer Landeserstaufnahmestelle. Unseres Erachtens dienen Einrichtungen dieser Größe auch nicht der Integration der geflüchteten Menschen. Kleinteilige Unterkünfte, die innerorts gebaut werden, sollten hier eher die Lösung sein.

 

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