Seit 2002 ist es eine liebgewordene Tradition der Strohgäu-SPD-Ortsvereine, in regelmäßigen Abständen Bildungsreisen zu interessanten Zielen in Europa anzubieten. Dieses Jahr führte uns der Weg in den Piemont mit seiner Hauptstadt Turin. Auf der Hinfahrt gab es den ersten Höhepunkt mit der Mittagsrast in der Rofflaschlucht. Hier hat man die Möglichkeit über einen Steig durch die Felsengalerie am jungen Rhein entlang zu spazieren und zuhinterst sogar hinter den Wasserfall und somit unter dem Rhein hindurch zu gelangen.
Am 2. Tag besuchten wir morgens den Königspalast „Venaria Reale“ des Hauses Savoyen, der auch in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen ist. Wer ihn besucht hat, weiß warum. Nachmittags ging es dann ins Susatal zur Sacra di San Michele, eine ehemalige Benediktinerabtei, die hoch über dem Tal auf fast 1.000 m Seehöhe gelegen ist. Sie liegt auf der Achse des Lichts von Irland bis Israel. Sie verbindet sämtlich Heiligtümer, die dem Erzengel Michael geweiht sind. Abends durften wir uns dann der weithin bekannten, ausgezeichneten piemontesischen Küche in einem kleinen Lokal in der Innenstadt Turins widmen. Das Piemont ist bekannt für seine Trüffel, den Haselnussanbau und seine Weine, hier die weltberühmten Barbera und Barolo. Barolo ist nicht nur eine Weinsorte, die nach streng vorgeschriebenen Kriterien angebaut wird, sondern auch eine kleine, pittoreske Stadt im Weinland De Langhe. Nach dem Besuch des Städtchens durften wir auf einem Weingut bei einem Mittagsimbiss den einen oder anderen guten Tropfen aus dem Piemont verkosten.
Nachmittags führte uns der dritte Tag in die Stadt Alba, die Stadt der 100 Türme. Noch so ein Kleinod der Region Langhe im Piemont und seine Hauptstadt. Konsultationen mit unserer Schwesterpartei PD gab es dieses Mal leider nicht. Wir versuchten leider vergeblich einen Termin zu koordinieren. Bei den Regionalwahlen im Juni hatten unsere GenossInnen ein gutes Ergebnis bei der Regionalwahl im Piemont mit 24% erreicht. Wahrscheinlich mussten sie sich noch vom Wahlkampf erholen!
Die Rückfahrt führte uns dann über den Vierwaldstätter See. Hier durften wir bei der Mittagsrast das Wahrzeichen von Luzern, die Kapellbrücke, eine mittelalterliche gedeckte Holzbrücke über die Reuss, bestaunen und begehen. Eine wie immer sehr informative Reise endete Sonntagabend im Strohgäu. Wir danken unseren Organisatoren recht herzlich für die Zusammenstellung des Reiseprogramms, für Asperg unserem lieben OV-Mitglied Herbert Paul.