Einen Kindergarten wird es in Asperg womöglich demnächst gar nicht mehr geben, nämlich den Waldorfkindergarten.
Der Gemeinderat hat - gegen die Stimme der SPD - mit breiter Mehrheit dafür gestimmt, dass der Waldorfkindergarten lediglich einen Zuschuss von 63 % seiner Betriebsausgaben erhält und nicht wie die kirchlichen Kindergärten einen weiteren Zuschuss für die danach noch nicht gedeckten Betriebsausgaben von 33,5 %. Die SPD findet diese Ungleichbehandlung nicht sachgerecht.
Der Vorstand des Waldorfkindergartens hat in mehreren Schreiben an die Gemeinderatsfraktionen drauf hingewiesen, dass er ohne den weiteren Zuschuss, der sich in absoluten Zahlen auf rund 13 000 Euro belaufen würde, nicht weiter wirtschaften kann. In dem auf Einladung des Waldorfkindergartens stattgefundenen Vorgespräch mit Vertretern der Fraktionen hat Stadtrat Hubert Kohl angeregt, die derzeitige Betriebsform mit veränderten Öffnungszeiten zu führen und den zunehmenden Bedarf an Ganztagsbetreuung zu berücksichtigen. Hierdurch könnten Kinderzahl und Einnahmen erhöht werden. Es bleibt jedoch zu befürchten, dass wieder ein Stück Pluralität in unserer Stadt verloren geht und der Waldorfkindergarten schließen muss. Völlig offen ist, ob der Waldorfkindergarten rechtliche Schritte gegen den Beschluss erhebt und dann die Kosten womöglich noch höher sein werden.