Keine Badefreuden für die Freibadfreunde in 2020

Veröffentlicht am 14.06.2020 in Aktuelles

In Asperg weiß es mittlerweile wohl jeder: Das Asperger Freibad wird diesen Sommer nicht öffnen.

Die SPD-Stadträte haben diesen Entschluss der Verwaltung mitgetragen und stehen zu 100% zu der Entscheidung.

Zunächst bleibt festzuhalten, dass das Freibad nicht vordergründig aus finanziellen Erwägungen geschlossen bleibt. Im Haushalt 2020 sind die Aufwendungen für den Freibadbetrieb enthalten. Noch bei der Verabschiedung im Februar 2020 gingen alle von einem möglichen Regulärbetrieb im Sommer 2020 aus.

Dieses Bild hat sich durch die Pandemie grundlegend gewandelt. Nach der momentan gültigen Coronaverordnung durften am 2. Juni öffentliche Bäder lediglich für den Schwimmunterricht geöffnet werden.

Wann ein Betrieb für den Freizeit- und Breitensport möglich ist, ist noch nicht absehbar und wir halten es für gefährlich, wenn Tourismusminister Wolf am vorvergangenen Wochenende so tut, als ob ein „normaler“ Badebetrieb schon bald wieder möglich sei. Wir gehen davon aus, dass nirgendwo in diesem Jahr ein regulärer Betrieb stattfinden kann. Schon allein deswegen nicht, weil bis zur möglichen Eröffnung schon die ersten beiden Bademonate vorbei sind.

An guten, heißen Tagen verzeichnet das Asperger Freibad eine Besucheranzahl von 8 – 10 Tausend Menschen. Jetzt wäre allerhöchstens ein Betrieb für 400 – 500 Personen möglich. Wer darf rein? Und wer muss draußen bleiben?

Auch wenn man nur ein paar Hundert Menschen in das Bad ließe, könnten die Hygienestandards kaum bis gar nicht eingehalten werden. Umkleiden dürften nur noch offen und nicht verschließbar angeboten werden und nach jedem Besucher desinfiziert werden, ebenso die Platten um die Schwimmbecken, der Mindestabstand in den Schwimmbecken müsste laufend überprüft werden. Für die Kleinsten unter den Badefreunden wäre es auch kein Planschspaß wie zu normalen Zeiten gegeben: Der Mutter-Kind-Bereich müsste geschlossen bleiben, auch wenn das übrige Bad geöffnet wäre. Dies sind nur einige der zu bedenkenden Punkte.

Über die Personalsituation ist in Hinblick auf 2021 neu zu beraten. Ist die Personaldecke (für den Normalbetrieb) jetzt schon zu dünn? Sind die Beschäftigten sozialversicherungspflichtig beschäftigt oder handelt es sich ausschließlich um 450-EURO-Kräfte? Wie ist die Ausgestaltung der Verträge? In diesem Zusammenhang bleibt auch festzuhalten, dass die Personalsituation insgesamt nicht so prekär wäre, wenn das ganze Jahr über ein Schwimmmeister beschäftigt wäre: Im Sommer im Freibad und im Winter im Lehrschwimmbecken.

Lassen Sie uns also geduldig sein und dieses Jahr den Sommer einmal anders nutzen und darauf hoffen, dass nächstes Jahr wieder ein Freibadbetrieb möglich ist. Dazu ist es aus unserer Sicht nötig, dass es bis dahin einen Impfstoff gibt und möglichst alle sich impfen lassen!

 

Termine

02.07.2020, 19:30 Uhr: Vorstandssitzung, Biergarten am Naturfreundehaus Asperg

10.07.2020, 17:00 Uhr, Wurst auf der Hurst, Weinberg von Hubert Kohl, Obere Hurststrasse, Asperg, aufgrund der aktuellen Lage nur mit Voranmeldung und Bestätigung

SPD Asperg