In den vergangenen vier Wochen nach der Landtagswahl fand sich der Ortsverein zu seiner Jahreshauptversammlung und der turnusgemäßen Vorstandssitzung ein.
Co-Ortsvereinsvorsitzender Jörg Fröscher dankte unserer Wahlkreiskandidatin Nathalie Ziwey auf der Jahreshauptversammlung für Ihren engagierten Wahlkampf mit einem bunten Frühlingsstrauß. Dank ging auch an alle Helfenden im Ortsverein, die sich beim Plakatieren, bei der Verteilung des Kandidatinnenprospekts oder an den Infoständen in den Wahlkampf eingebracht haben.
Bekanntermaßen war das Ergebnis ernüchternd für die SPD – sowohl in Asperg als auch im Land. Erwartungsgemäß gab es daher sowohl auf der Jahreshauptversammlung als auch im Vorstand eine lebhafte Debatte über die Gründe für das schlechte Abschneiden.
Es wurde als richtig erachtet, daß man sich um die sozial Schwächsten kümmert und daß dies kein Makel ist, sondern eine Kernkompetenz der SPD. Man war sich aber ebenso einig, daß man die Sorgen der arbeitenden Bevölkerung ernst nehmen muß und die Nöte gerade der Gering- und Normalverdiener in den Blickpunkt stellen muss. Auf Erreichtem wie z.B. der Einführung und stetigen Erhöhung des Mindestlohns, darf man sich nicht ausruhen.
Co-Vorsitzende Nicole Furtwängler stellte in ihrem Jahresbericht klar, daß die SPD durchaus Themen angesprochen hat, die für die Menschen wichtig sind, wie sichere Arbeitsplätze, gebührenfreie Kitas oder die bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen durch das Land. Auch das drängende Problem der Schaffung von –vor allem bezahlbaren- Wohnraum stand auf der Agenda. Mit unseren Forderungen sind wir aber nicht zu den Menschen durchgedrungen. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung in der Landespartei und die Weichenstellung auf dem Landesparteitag im Juni.
Ein Problem des Wahlausgangs ist auch, daß unsere Landtagsfraktion allein keine Untersuchungsausschüsse mehr einberufen kann. Eine demokratische Überwachung der Regierung wird somit nicht möglich sein.
Ein Pfund im Land werden somit unsere 1.632 Stadt- und Gemeinderäte und unsere Oberbürgermeister und Bürgermeister bleiben für eine nach wie vor laut hörbare soziale und demokratische Stimme im Land.