Selten stand eine offene Vorstandssitzung des SPD-Ortsvereins in der vergangenen Woche so unter dem Einfluss von welt- und bundespolitischen Vorgängen. Die USA hatte gewählt und in Deutschland zerbrach die Ampelkoalition – genügend Stoff für intensive Diskussionen.
„Olaf Scholz hatte keine andere Wahl mehr – so konnte es nicht weitergehen,“ so der Asperger Co-Vorsitzende Jörg Fröscher auf der Vorstandssitzung. Einig waren sich die Vorstandsmitglieder aber auch, dass die Vertrauensfrage und Neuwahlen zügig, aber mit der dafür notwendigen Vorbereitungszeit durchgeführt werden müssen. „Auch das Asperger Rathaus muss erst einmal alle Vorbereitungen für den Ablauf einer solchen großen Wahl treffen und dann die Wahlen rechtssicher durchführen können. Eine überstürzte Neuwahl - und damit ein Wahlkampf über Weihnachten - würde der Verantwortung nicht gerecht, die wir für unser Land tragen.“ stellte SPD-Stadtrat Ottmar Breckel fest. Außerdem sollten die wichtigen Entscheidungen wie die Fortführung des Deutschlandtickets und die Frage des Rentensystems zum 1. Januar 2025 vom Bundestag beschlossen werden.
Auch die Wahlentscheidung in den USA sorgte für heftige Diskussionen und auch zu Bedenken über den Fortbestand der deutsch-amerikanischen Freundschaft im Vorstand. „Wir können nur hoffen, dass die neue amerikanische Regierung weiterhin zur NATO und damit auch zu Europa steht,“ so die Co-Vorsitzende des Ortsvereins, Nicole Furtwängler. SPD-Stadtrat Markus Furtwängler äußerte die Befürchtung, dass durch die geplanten Strafzölle der neuen US-Regierung vor allem die Autoindustrie und damit die Arbeitsplätze hier im Mittleren Neckarraum in Gefahr sein könnten.
Aber auch erfreuliches gab es zu berichten. Die stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins gab bekannt, dass die SPD Asperg auch dieses Jahr wieder am traditionellen Weihnachtsmarkt teilnehmen wird. Der bekannt gute Glühwein mit Wein vom Berg, Punsch und Leberkäswecken werden am Stand der SPD angeboten werden. Wir laden die Bevölkerung Aspergs schon heute dazu ein.