Auf Sigmar folgt Martin

Veröffentlicht am 16.03.2017 in Bundespolitik

Auf Sigmar folgt Martin
Nachdem viele SPD-Mitglieder überzeugt waren, Sigmar Gabriel würde die SPD in die Bundestagswahl am 24. September führen, also Kanzlerkandidat der SPD sein, kam Ende Januar die große Überraschung: Martin Schulz wird nicht nur Kanzlerkandidat, sondern auch Parteivorsitzender der Bundes-SPD. Die anhaltend schlechten Umfragewerte bezüglich der Wahlchancen der SPD sowie bezüglich des direkten Vergleichs von Sigmar Gabriel mit Martin Schulz haben vermutlich sowohl die Parteiführung, als auch Sigmar Gabriel zu diesem Schritt gedrängt.
Hierzu Sigmar Gabriel in einem Brief an die Parteimitglieder: „Es braucht einen glaubwürdigen Neuanfang zur bisherigen Großen Koalition. Und den repräsentiert Martin Schulz in der deutschen Öffentlichkeit mehr als jeder andere von uns.“
Kämpfer für Europa und für soziale Gerechtigkeit
„Martin Schulz ist ein deutscher Europäer“, so Gabriel, „und ein Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. Er weiß, dass wirtschaftliche Stärke und soziale Gerechtigkeit keine Gegensätze sind, sondern sich bedingen.“ Martin Schulz bleibt einerseits seinen Überzeugungen treu, kann aber andererseits bei Meinungsverschiedenheiten Brücken bauen. Er kann den Menschen zuhören, mit ihnen diskutieren, die Politik der SPD glaubwürdig darstellen, überzeugen, ohne dabei kompromisslos zu sein.
Martin Schulz in einem Mitgliederbrief:
„Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen, dass es in unserem Land gerechter zugeht. Dass die Menschen sicher und gut leben. Dass unsere Kinder eine gute Perspektive haben. Dass Deutschland ein Stabilitätsfaktor in Europa und in der Welt ist. Dafür brauchen wir eine starke Sozialdemokratie.“
Martin Schulz betont weiter, dass die SPD dem Rechts-Populismus weiterhin entschieden entgegentreten und Spaltungstendenzen und die Untergrabung unseres demokratischen Staatswesens mit aller Kraft bekämpfen wird. Unsere Demokratie, unsere gesellschaftlichen Fortschritte, der soziale Frieden und die europäische Zusammenarbeit wären zu wertvoll, um sie einigen rückwärtsgewandten Fantasten zur Demontage zu überlassen. H.P.