Kreistag

SPD-Kreistagsfraktion besucht die Lernfabrik 4.0

„In Zeiten der digitalen Transformation ist die konsequente Investition in Bildung entscheidend“. Das ist nicht nur die Meinung von Trumpf-Geschäftsführerin Nicola Leibinger-Kammüller. Konsequent war daher die Entscheidung des Kreistages des Landkreises Ludwigsburg, die Einrichtung der Lernfabrik 4.0 vor ca 4 Jahren vollumfänglich zu unterstützen. Der Rektor der Bietigheim-Bissinger Berufsschule, Stefan Ranzinger, freute sich darüber, der SPD-Fraktion diese Einrichtung präsentieren zu können. Er lobte die Initiative des damals SPD-geführten Wirtschaftsministeriums unter Nils Schmid zur Schaffung von Lernfabriken im Land. Auch die Schule in Bietigheim-Bissingen bekam den Zuschlag.

Unterstützt wurde das 1,3 Mio teure Grundlagenlabor durch das Land, den Landkreis und Sponsoren der Wirtschaft. Gemäß den Förderrichtlinien des Wirtschaftsministeriums soll die Anlage auch schulfremden Nutzern, also Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regionaler Firmen, zugutekommen. Die Schüler seien hochmotiviert, betonten sowohl der Schulleiter als auch Ralph Peter Dröge, einem der Verantwortlichen für die Lernfabrik.

Ranzinger ist es ein Anliegen, dass diese Einrichtung nicht nur von den Berufsschülern, also Mechatronikern, Industriemechanikern, Fachinformatikern genutzt werden, sondern auch von interessierten Lehrern und Schülern der allgemeinbildenden Schulen. Schulleiter Ranzinger hat die Schulen im Herbst angeschrieben und auf das Angebot, die Lernwerkstatt kennenzulernen, hingewiesen. Allerdings soll dafür eine Aufwandsentschädigung an den Förderverein der Berufsschule entrichtet werden. Enttäuscht zeigte er sich daher darüber, dass seine Initiative bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht von Erfolg gekrönt war.

Die SPD-Fraktion ist überzeugt, dass eine gute berufliche Ausbildung sich nicht hinter einem Studium verstecken muss. Gerhard Jüttner, Kreisrat für Asperg und Tamm: „Unsere Fraktion wird sich weiterhin für unsere beruflichen Schulen im Landkreis einsetzen.“

Kreisrat und SPD Asperg setzen sich für verbilligtes SchoolAbo ein

Nachdem es der SPD-Kreistagsfraktion gegen die Kreistagsmehrheit aus Freien Wählern, CDU und FDP nicht gelungen ist, gemeinsam mit Grünen und Linken eine Anhebung der VVS-Tarife zum April 2020 zu verhindern, ergreift die SPD-Kreistagsfraktion nun eine weitere Initiative für einen günstigeren Nahverkehr. Die Fraktion fordert in einem Antrag verbundweite Verhandlungen über ein ScoolAbo nach dem Modell der Stadt Stuttgart. Die Stadt Stuttgart hat den verbundweit üblichen Zuschuss von 11,50 Euro schon seither mit zusätzlichen 3 Euro pro Monat subventioniert, dieser Schülerbonus wurde nun um weitere 10,00 € pro Monat erhöht. So wird aus dem ScoolTicket faktisch ein 365-Euro-Jahres-Ticket für die Stuttgarter Schülerinnen und Schüler im ganzen Verbund.

„Damit hat die Stadt Stuttgart ein klares Zeichen gesetzt. Ziel muss eine verbundweit einheitliche Lösung sein,“ so AUT-Sprecher Ernst Morlock. Gleichzeitig wurde der Kreis der Berechtigten für dieses „365-Euro-ScoolTicket“ um Auszubildende und Meisterschüler erweitert.

Schon lange setzt sich die SPD-Fraktion für ein verbilligtes ScoolAbo ein. Ernst Morlock: „Es kann nicht sein, dass die Elternanteile jedes Jahr steigen, während der Zuschuss der Landkreise konstant bei 11,50 Euro bleibt. Unser erklärtes Ziel ist es, Eltern, Auszubildende und Meisterschüler deutlich zu entlasten. Wir sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit.

Für Rückfragen steht Ihnen Ihr Kreisrat für Asperg Gerhard Jüttner (E-Mail: gerhard@juettner.name, Tel. 60 55 83) gerne zur Verfügung.

Verbesserungen im ÖPNV

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist zu teuer, fährt zu selten - diese Klagen hört man öfters. Und oft waren sie auch berechtigt. Es tut sich aber einiges, um den ÖPNV attraktiver zu machen und so etwas gegen Fahrverbote und drohenden Verkehrskollaps zu unternehmen. Bereits seit dem 15.10. gibt es für die Feinstaubsaison wieder das Umwelttagesticket zum Preis von 5,20 Euro für 1-2 Zonen und 8,60 Euro für 3-4 Zonen; das Handy-Ticket ist sogar nochmals 20 Cent günstiger. Sie können das Umweltticket noch bis zum 31.03. lösen. Zum 01.04. tritt dann das neue VVS-Tarifsystem in Kraft, das für die meisten Benutzer günstigere Preise bringt: Die bisher 52 Tarifzonen im Kerngebiet des VVS werden auf fünf reduziert. Die Tarifzonen 10 und 20 werden zur künftigen Tarifzone 1 zusammengelegt. Die Sektorengrenzen in den Außenringen fallen weg und die zwei Außenringe 60 und 70 werden zur neuen Tarifzone 5 zusammengefasst. Außerdem entfällt 2019 die bereits zur ungeliebten Gewohnheit gewordene Tariferhöhung. Für eine Fahrt von Asperg nach Stuttgart bedeutet das, dass diese zukünftig anstatt bisher 4,20 Euro dann 2,90 Euro kostet wird. Noch deutlicher fällt die Verbilligung bei Fahrten nach Esslingen, Böblingen oder zum Flughafen aus. Entsprechendes gilt auch für die Monatsabos. Wer jetzt neu in ein Monatsabo einsteigt, erhält dieses bereits jetzt zum ab April gültigen Preis.

Der ÖPNV wird jedoch nicht nur günstiger, auch das Angebot wird laufend verbessert. So gibt es seit 09.12. bereits um 03:58 Uhr die erste S-Bahn Richtung Stuttgart - damit erreicht man nun auch die ersten am Flughafen startenden Maschinen. Ab dem 1. Januar fahren die Linien 531 und 532 von Asperg nach Schwieberdingen bzw. Oberriexingen das ganze Wochenende sowie an Feiertagen stündlich. Damit steht für Asperg nun auch an den Wochenenden eine akzeptables Busangebot zur Verfügung.

Bei Rückfragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an Ihren Kreisrat Gerhard Jüttner (E-Mail gerhard@juettner.name, Tel. 60 55 83).

Tagespflege im Landkreis stärken

Tagespflege ist ein wichtiger und wesentlicher Teil der ambulanten Betreuung und Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Dadurch werden pflegende Angehörige entlastet, Pflege und Berufstätigkeit Angehöriger möglich gemacht und vorzeitiger Umzug in ein Pflegeheim vermieden. Die Tagespflege verdient es deshalb, als wichtiges Angebot bekannt zu werden. In der Broschüre „Tages- und Nachtpflege“ des Landkreises (März 2018) finden Sie Informationen zum derzeitigen Angebot im Landkreis. Sie können die Broschüre anfordern beim Pflegestützpunkt für den Landkreis Ludwigsburg, Telefon (07141)144-2465. Die SPD-Kreistagsfraktion hat Rückmeldung erhalten über fehlende ortsnahe Angebote sowie Probleme bei der Übernahme von Kosten bei Pflege in benachbarten Landkreisen. Deshalb hat die SPD-Kreistagsfraktion folgende Anfrage an die
Landkreisverwaltung gestellt:

1. Gibt es im Landkreis ein ausreichendes Netz an bedarfsgerechten Tagespflegeplätzen, und entspricht das der jeweiligen örtlichen Nachfrage?


2. Bis zu welcher Entfernung werden Fahrten angeboten und die Kosten hierfür übernommen, wenn kein örtliches Angebot vorhanden ist und eine benachbarte Einrichtung freie Plätze anbieten kann?

Ihre Erfahrungen mit der Organisation der Tagespflege können Sie uns gerne mitteilen: Kreisrat Gerhard Jüttner (Tel. 07141/605583, E-Mail gerhard@juettner.name) steht Ihnen für Gespräche gerne zur Verfügung.

 

SPD-Kreistagsfraktion möchte Sozialticket

Die SPD-Kreistagsfraktion unterstützt Bemühungen, im Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) ein Sozialticket einzuführen. Deshalb hat sie folgenden Antrag gestellt: "Der Kreistag fordert Landrat Dr. Haas auf, sich in allen relevanten Gremien für ein regionales Sozialticket einzusetzen."

Begründung: In den meisten Tarifverbünden des ÖPNV, insbesondere in den Tarifverbünden der Ballungsgebiete in Deutschland, ist ein Sozialticket Teil der Tarifstruktur. So hat auch zum Beispiel der Münchener Verkehrsverbund (MVV) trotz großer Tarifreform in diesem Jahr das Sozialticket beibehalten.

Kreisrat Gerhard Jüttner: "Im Hartz-IV-Regelsatz sind monatlich 34,66 Euro für Mobilität vorgesehen. In der Stadt Ludwigsburg reicht das mit dem neuen 3-Euro-Tagesticket immerhin für 11 Fahrten. Wohnt man aber z.B. in Tamm oder Benningen und möchte nach Ludwigsburg und zurück, kostet das für 2 Zonen bereits 5,80 Euro. Da reicht der Hartz-IV-Regelsatz nicht einmal mehr für 6 Fahrten. Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass wir auch Menschen, die auf Hartz IV angewiesen sind, nicht weitgehend in ihrer Mobilität beschränken."