Kreistag

Verbesserungen im ÖPNV

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist zu teuer, fährt zu selten - diese Klagen hört man öfters. Und oft waren sie auch berechtigt. Es tut sich aber einiges, um den ÖPNV attraktiver zu machen und so etwas gegen Fahrverbote und drohenden Verkehrskollaps zu unternehmen. Bereits seit dem 15.10. gibt es für die Feinstaubsaison wieder das Umwelttagesticket zum Preis von 5,20 Euro für 1-2 Zonen und 8,60 Euro für 3-4 Zonen; das Handy-Ticket ist sogar nochmals 20 Cent günstiger. Sie können das Umweltticket noch bis zum 31.03. lösen. Zum 01.04. tritt dann das neue VVS-Tarifsystem in Kraft, das für die meisten Benutzer günstigere Preise bringt: Die bisher 52 Tarifzonen im Kerngebiet des VVS werden auf fünf reduziert. Die Tarifzonen 10 und 20 werden zur künftigen Tarifzone 1 zusammengelegt. Die Sektorengrenzen in den Außenringen fallen weg und die zwei Außenringe 60 und 70 werden zur neuen Tarifzone 5 zusammengefasst. Außerdem entfällt 2019 die bereits zur ungeliebten Gewohnheit gewordene Tariferhöhung. Für eine Fahrt von Asperg nach Stuttgart bedeutet das, dass diese zukünftig anstatt bisher 4,20 Euro dann 2,90 Euro kostet wird. Noch deutlicher fällt die Verbilligung bei Fahrten nach Esslingen, Böblingen oder zum Flughafen aus. Entsprechendes gilt auch für die Monatsabos. Wer jetzt neu in ein Monatsabo einsteigt, erhält dieses bereits jetzt zum ab April gültigen Preis.

Der ÖPNV wird jedoch nicht nur günstiger, auch das Angebot wird laufend verbessert. So gibt es seit 09.12. bereits um 03:58 Uhr die erste S-Bahn Richtung Stuttgart - damit erreicht man nun auch die ersten am Flughafen startenden Maschinen. Ab dem 1. Januar fahren die Linien 531 und 532 von Asperg nach Schwieberdingen bzw. Oberriexingen das ganze Wochenende sowie an Feiertagen stündlich. Damit steht für Asperg nun auch an den Wochenenden eine akzeptables Busangebot zur Verfügung.

Bei Rückfragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an Ihren Kreisrat Gerhard Jüttner (E-Mail gerhard@juettner.name, Tel. 60 55 83).

Tagespflege im Landkreis stärken

Tagespflege ist ein wichtiger und wesentlicher Teil der ambulanten Betreuung und Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Dadurch werden pflegende Angehörige entlastet, Pflege und Berufstätigkeit Angehöriger möglich gemacht und vorzeitiger Umzug in ein Pflegeheim vermieden. Die Tagespflege verdient es deshalb, als wichtiges Angebot bekannt zu werden. In der Broschüre „Tages- und Nachtpflege“ des Landkreises (März 2018) finden Sie Informationen zum derzeitigen Angebot im Landkreis. Sie können die Broschüre anfordern beim Pflegestützpunkt für den Landkreis Ludwigsburg, Telefon (07141)144-2465. Die SPD-Kreistagsfraktion hat Rückmeldung erhalten über fehlende ortsnahe Angebote sowie Probleme bei der Übernahme von Kosten bei Pflege in benachbarten Landkreisen. Deshalb hat die SPD-Kreistagsfraktion folgende Anfrage an die
Landkreisverwaltung gestellt:

1. Gibt es im Landkreis ein ausreichendes Netz an bedarfsgerechten Tagespflegeplätzen, und entspricht das der jeweiligen örtlichen Nachfrage?


2. Bis zu welcher Entfernung werden Fahrten angeboten und die Kosten hierfür übernommen, wenn kein örtliches Angebot vorhanden ist und eine benachbarte Einrichtung freie Plätze anbieten kann?

Ihre Erfahrungen mit der Organisation der Tagespflege können Sie uns gerne mitteilen: Kreisrat Gerhard Jüttner (Tel. 07141/605583, E-Mail gerhard@juettner.name) steht Ihnen für Gespräche gerne zur Verfügung.

 

SPD-Kreistagsfraktion möchte Sozialticket

Die SPD-Kreistagsfraktion unterstützt Bemühungen, im Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) ein Sozialticket einzuführen. Deshalb hat sie folgenden Antrag gestellt: "Der Kreistag fordert Landrat Dr. Haas auf, sich in allen relevanten Gremien für ein regionales Sozialticket einzusetzen."

Begründung: In den meisten Tarifverbünden des ÖPNV, insbesondere in den Tarifverbünden der Ballungsgebiete in Deutschland, ist ein Sozialticket Teil der Tarifstruktur. So hat auch zum Beispiel der Münchener Verkehrsverbund (MVV) trotz großer Tarifreform in diesem Jahr das Sozialticket beibehalten.

Kreisrat Gerhard Jüttner: "Im Hartz-IV-Regelsatz sind monatlich 34,66 Euro für Mobilität vorgesehen. In der Stadt Ludwigsburg reicht das mit dem neuen 3-Euro-Tagesticket immerhin für 11 Fahrten. Wohnt man aber z.B. in Tamm oder Benningen und möchte nach Ludwigsburg und zurück, kostet das für 2 Zonen bereits 5,80 Euro. Da reicht der Hartz-IV-Regelsatz nicht einmal mehr für 6 Fahrten. Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass wir auch Menschen, die auf Hartz IV angewiesen sind, nicht weitgehend in ihrer Mobilität beschränken."