Bericht aus dem Gemeinderat

Veröffentlicht am 20.10.2014 in Gemeinderatsfraktion

Bericht aus dem Gemeinderat: Zukunft des „Bruchgeländes“ nur ohne großflächige Einzelhandelsnutzung

In seiner Sitzung vom 30.09.14 hat der Gemeinderat erneut über den Entwurf des Bebauungsplans „Augusten-/Eberhardstr.“ („Bruchgelände“) verhandelt. Beraten wurden die eingegangenen Anregungen der Behörden, aber auch die von Asperger Bürgerinnen und Bürgern gemachten Vorschläge.

Der Bebauungsplan sieht nach wie vor Einzelhandelsgeschäfte mit einer Ladenfläche von bis zu 800 qm vor. Dies lehnt die SPD wie zuvor ab. Fraktionsvorsitzender Hubert Kohl führte aus, daß entgegen der Auffassung der Verwaltung, nicht nur eine Ergänzung der Nahversorgung stattfindet: „Zusammen mit dem REWE-Markt, der alleine schon 1.200 qm aufweist, entsteht beim Festhalten an den Plänen sehr wohl ein Geschäftszentrum mit einer Fläche von mehr als 2.000 qm!“

Stadtrat Markus Furtwängler ergänzte: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum der Verband Region Stuttgart seine Auffassung von 2007 aufgibt“. Vor 7 Jahren hatte der Verband noch gestützt auf ein Gutachten der GMA zur Einzelhandelssituation in Asperg ausgeführt, daß gegen die Ansiedlung der Fachmärkte für Drogerie, Bekleidung/Wäsche und Schuhe Bedenken bestehen, da das Beeinträchtigungsverbot verletzt wird. Diese Bedenken bestehen heute angeblich nicht mehr. Auf Nachfrage konnte die Verwaltung nicht schlüssig darlegen, warum sie der nunmehrigen Auffassung der Region folgt, obwohl sich seit 2007 keine veränderte Situation ergeben hat.

Alternative Nutzungsmöglichkeiten, wie z.B. die von Bürgern vorgeschlagene Großküche mit Arbeitsplätzen für behinderte Menschen zur Versorgung der örtlichen Schulen und Kindergärten fanden in der Fortentwicklung des Bebauungsplanentwurfs ebenfalls keine Berücksichtigung, so daß die ablehnende Haltung der SPD-Fraktion bestehen bleibt!

Außerdem betonte die SPD-Fraktion nochmals, daß sie auch keinen Geothermie-Bohrungen auf dem Bruchgelände zustimmen wird. Die Erfahrungen mit der noch nicht ausgereiften Technik z.B. in Staufen und Leonberg haben gezeigt, daß diese erhebliche Risiken birgt, vor allem vor dem Hintergrund der Asperger Besonderheit des Gipskeuper-Untergrundes. FW