Zwischen den Anschlussstellen Feuerbach und Mundelsheim soll eine Streckenbeeinflussungsanlage entstehen, die bei dichtem Verkehr (a) das Tempo begrenzt und (b) im Bedarfsfall die Standspur freigibt.
Hinter der Geschwindigkeitsbegrenzung steckt der Gedanke, dass die Autobahn bei einer Geschwindigkeit von etwa 80 km/h den Verkehr am besten bewältigen kann, somit also ein geringeres Staurisiko hat. Bei sehr dichtem Verkehr ist diese Maßnahme also sinnvoll.
MdL Jürgen Walter von den Grünen fordert nun aus Gründen des Lärmschutzes ein dauerhaftes Tempolimit von 100 für Pkw und 60 für Lkw. Diese Forderung wurde in der Lärmschutz-Aktionsgemeinschaft (Ag-A81) diskutiert, sie wurde aber von den Ag-Mitgliedern der anderen Parteien abgelehnt. Die Ag-A81 ist mehrheitlich der Meinung, dass ein generelles Tempolimit bei weitem nicht so wirksam ist wie Lärmschutzwände. Diese Einschätzung wurde der Ag-A81 auch in einem Fachvortrag bestätigt. Tempo 60 für Lkw erhöht zudem das Staurisiko, aber auch die Gefahr, dass Lkw auf Bundes- und Landesstraßen ausweichen.
Fazit: Da der Autobahnverkehr in Zukunft weiter steigen wird, ist ein rigoroses generelles Tempolimit von 100/60 kontraproduktiv. Der Vorstand des SPD-Ortsvereins wird sich in seiner nächsten Sitzung damit befassen, ob eine Temporegelung auf der A 81 eine wünschenswerte Maßnahme darstellt.