Seit Jahren ein Fixposten in der Stadtplanung – nun kommt die Realisierung näher:
Beschlussfassung und Planungsverfahren. 2011 soll sie gebaut werden. Vorher muss noch ein Enteignungsverfahren durchgeführt, muss noch die Feinplanung erarbeitet werden.
Vorteile und Nachteile
- Die Osttangente bringt für das Wohngebiet entlang der Südlichen Alleenstraße eine entscheidende Entlastung. Je nach den anschließend vorzunehmenden verkehrsbaulichen Maßnahmen in der Südlichen Alleenstraße fällt die Entlastung stärker oder weniger stark aus.
- Für die Anwohner der Eglosheimer Straße östlich der Streicherkreuzung bringt sie eine Mehrbelastung, denn bis zu 6 000 Fahrzeuge täglich werden anstatt der Südlichen Alleenstraße die Osttangente benutzen.
- Die Bilanz „Entlastung – Belastung“ fällt „anwohnerzahl-mäßig“ deutlich zugunsten der Osttangente aus.
Standpunkt der SPD Asperg
- Gemeinderatsfraktion und Vorstand des Ortsvereins waren von Anfang für den Bau der Osttangente. Dies gilt auch vor dem Hintergrund der Belastung den Anwohnern der Eglosheimer Straße einschließlich des Quartiers Eugenstraße.
- Ebenso wichtig ist es für die SPD Asperg jedoch, alle Möglichkeiten auszuloten, die die Belastung an der Eglosheimer Straße reduzieren können.
- Neben möglichen Lärmschutzmaßnahmen, ist vor allem auch die Verschwenkung der Eglosheimer Straße entlang des Industriegleises ein ernsthaftes Thema. Die verschwenkte Trasse sollte möglichst erst westlich der Streicherkreuzung in die jetzige Straße zurückführen.
- Schnellschüsse hinsichtlich einer Realisierung sind hier unangemessen, von welcher Seite sie auch kommen mögen. Auch Verkehrsplaner „singen oft nur ein fremdes Lied“.
- Und wenn gar ein Journalist meint, solche Überlegungen in das „Reich der Heuchelei“ verlegen zu müssen (LKZ-Kommentar vom 14.1.10, S.17), so ist zu fragen, welch seltsam Lied hier gesungen wird.
- Die SPD handelt hier nicht eigennützig, sondern nimmt (a) die Anliegen der Anwohner ernst und (b) sieht sie in der Verschwenkung der Straße ein „ambitioniertes stadtplanerisches Projekt“, das zudem erstes Teilstück einer künftigen Nordumfahrung sein könnte.
Fazit: Nicht Visionen und ungewöhnliche Vorschläge sind das Problem unserer Gesellschaft, sondern die Erstarrung in unbeweglichen Denkschneisen und soziale Gleichgültigkeit.