Kurt ReichAm vergangenen Samstag verstarb unser Parteimitglied Kurt Reich im Alter von 90 Jahren. Mit ihm verliert der SPD-Ortsverein ein langjähriges und sehr verdientes Mitglied.
Kurt Reich wurde am 27. Mai 1921 in Penzig Kreis Görlitz in Schlesien geboren, besuchte dort die Volksschule und die Handelsschule. Seine anschließende Tätigkeit als Handelsgehilfe wurde 1939 durch seine Einberufung in die Wehrmacht jäh beendet. Die Kriegsteilnahme führte ihn nach Frankreich, Russland, Italien und Tunesien, die anschließende Gefangenschaft über Algerien und England in die USA.
Nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft kam Kurt Reich 1947 nach Asperg. Bis 1953 arbeitete er im Verpflegungslager der US-Armee in Ludwigsburg und in der Firma Streicher. Von 1953 bis 1983 war Kurt Reich Angestellter im Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg. Dort gründete er 1958 den Verein „Straffälligenhilfe Asperg e.V.“, dessen Vorsitzender er bis 1984 war.
1965 trat Kurt in die SPD ein und übernahm alsbald Aufgaben im Ortsvereinsvorstand. Von 1969 bis 1972 war er Vorsitzender des Ortsvereins. Darüber hinaus gehörte er fast 22 Jahre lang dem Gemeinderat an, von 1988 bis 1994 als Fraktionssprecher der SPD.
Neben seinem Engagement im Beruf und in der SPD machte sich Kurt Reich um den Sport (Abteilung Fußball) und um die Altenbetreuung in Asperg verdient. Im Fußball übernahm er vielfältige Aufgaben, in der Seniorenarbeit gehört er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins „Frohes Alter e.V.“ (heute „Aktive Senioren Asperg e.V.), dessen Vorsitzender er über 15 Jahre hinweg war.
Für sein langjähriges, vorbildliches ehrenamtliches Engagement wurde Kurt Reich mehrfach ausgezeichnet: mit der Bronzenen (1989) und Silbernen (1994) Bürgermedaille der Stadt Asperg, mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (1990), mit Ehrennadeln des Württembergischen Sportbundes und des Volksmusikerbundes sowie von der SPD 2001 mit der Willy-Brandt-Medaille.
Der Vorstand des SPD-Ortsvereins verabschiedet sich von Kurt Reich in Dankbarkeit gegenüber seinem Lebenswerk und seiner Person sowie mit Mitgefühl für die Hinterbliebenen.