SPD-Ortsverein Asperg

Gemeinsam gegen Autobahn-Anschluss LB-Mitte

Veröffentlicht am 14.01.2009 in Kommunalpolitik

Das heiße Eisen „Autobahn-Anschluss Ludwigsburg-Mitte“ war Gegenstand eines Treffens des SPD-Ortsvereins Asperg mit der Ludwigsburger SPD-Gemeinderatsfraktion.

„Welche Vorteile der Anschluss denn für Asperg hätte“, wollte Aspergs SPD-Fraktionsvorsitzender Hubert Kohl von den Ludwigsburger Genossen wissen. Er erinnerte daran, dass OB Spec immer wieder betont, auch Asperg würde von dem Autobahn-Anschluss profitieren. Die Asperger und die Ludwigsburger SPDler waren sich jedoch schnell einig, dass mögliche Entlastungen – zum Beispiel der Asperger Königstraße – eher marginal sind. Für die Asperger SPD führten Herbert Paul und Dr. Thorsten Fröhlinghaus die negativen Konsequenzen des Autobahn-Anschlusses an, und warnten vor einem Verkehrskollaps in Aspergs Stadtmitte. Zudem kritisierten sie das einseitige Vorgehen von OB Spec, der über die Köpfe der Asperger hinweg versucht, seine Entscheidungen durchzudrücken.

Deutliche Kritik an den Anschluss-Plänen kam auch von der Ludwigsburger SPD. Stadtrat Peter Griesmaier bezeichnete die bahnparallele Trasse aufgrund ihres enormen Flächenverbrauchs als „ökologisch höchst fragwürdig“. Auch bezweifelte er die Annahme, die Ludwigsburger würden über bahnparallele Trasse und Autobahn zum Tammer Feld fahren. Immerhin ist dieser Weg etwa 2 km länger als die jetzige Strecke über die Frankfurter Straße.

Ludwigsburgs SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Eckart Bohn warb hingegen für einen 2 bis 3-spurigen Tunnel unter der Frankfurter Straße. Dieser könne den Durchgangsverkehr aufnehmen, während der Quell- und Zielverkehr aus und nach Eglosheim weiter oberirdisch fließe. Den Heslacher Tunnel und den B 295-Tunnel in Feuerbach nannte er als Beispiel für einen 2-spurigen Tunnel mit großer Kapazität. Die Kosten für diese Tunnelvariante lägen im Bereich des Finanzierbaren. Bei den Asperger SPDlern stießen Dr. Bohns Vorschläge auf Zustimmung.

Die Stimmungslage im Ludwigsburger Gemeinderat sowie in der Bevölkerung beschrieb Stadträtin Margit Liepins. Zwar gäbe es einige Befürworter für den Autobahn-Anschluss „Ludwigsburg Mitte“, ein großer Teil des Gemeinderats - wie auch wohl große Teile der Bevölkerung - stünden diesen Planungsüberlegungen eher ablehnend gegenüber.
Die Asperger und die Ludwigsburger SPD vereinbarten, sich gegenseitig über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten, und bei den Verkehrsplanungen ihr Vorgehen abzustimmen.
 

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