„Asperg boomt“ – unter dieser Überschrift hatte Fraktionssprecher Hubert Kohl im ROTFUCHS Nr.12 auf die Tatsache verwiesen, dass sich in den zurückliegenden Jahren in Asperg einiges getan hat:
es wurde ordentlich gebaut! Nach Bericht der Ludwigsburger Kreiszeitung wurden in unserer Stadt in den letzten sieben Jahren satte 72 Millionen Euro investiert. Doch mit dem Haushalt 2008 soll jetzt eine „Phase der Konsolidierung“ eingeläutet werden. Folgen auf „die sieben fetten Jahre“ nun „sieben magere Jahre“?
Die Investitionen waren gerechtfertigt
Im Vorwort zu seiner Haushaltsrede wies SPD-Fraktionssprecher Hubert Kohl darauf hin, dass seine Fraktion die „Jahrhundert-Investitionen“ gerne mitgetragen habe. Brachten diese doch einen bedeutsamen Schub für die Entwicklung unserer Stadt: Feuerwehrgebäude, Sporthalle, Ausbau des Schulzentrums, Neue Mitte mit zwei Geschäftshäusern, Kleeblatthaus, Festsaal, Marktplatz, großer Bibliothek. Ganz zu schweigen von den vielen kleinen Verbesserungen, z.B. im Bereich des „Problems öffentlicher WC’s“. Mit der Nutzbarkeit der Toiletten im Friedhof und Rathaus sowie zweier „netter Toiletten“ in der Bahnhofstraße konnte hier ein erster Erfolg verbucht werden. Nun aber sollen keine neuen Kredite mehr aufgenommen werden und der Pro-Kopf-Schuldenstand (789 Euro) Schritt für Schritt wieder zurückgefahren werden.
Konsolidierung heißt nicht Stillstand
Drei Großvorhaben sollen in den kommenden Jahren umgesetzt werden – schrittweise, den vorhandenen Mitteln angepasst:
- das Sanierungsprogramm Bahnhofstraße, zum Teil mit Quartiersanierung,
SPD-Forderung: Im Bahnhofsbereich beginnen!
- die Realisierung der Osttangente zwischen Ludwigsburger Straße im Osterholz und Eglosheimer Straße,
Es wird Zeit, die Südliche Alleenstraße zu entlasten!
- die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Umsiedlung der Firma Bruch: Neubaugebiet „Lerchenweg“ mit Lebensmittelsupermarkt und Stadtumbauprogramm West (SUW).
SPD-Forderung: Supermarkt-Dach mit einer Solaranlage ausstatten. (Nicht wieder denselben Fehler wie in der Neuen Mitte machen!)
Weitere wichtige Aufgaben:
- Rebflurbereinigung am Hohenasperg (sie ist dieser Tage angelaufen),
SPD-Forderung: Ein zweiter Fußweg auf den Berg wenige Meter neben der Königstraße macht keinen Sinn. Wir befürworten den Fußweg in der Hangmitte zwischen Panoramastraße und mittlerem Bergweg (Fortsetzung des „Stäffelesweges“)
- Renovierung des Stadthallen-Daches und einiger Sportanlagen (z.B. Hartplatz im Osterholz, Lehrschwimmhalle),
SPD-Forderung: Nicht auf die lange Bank schieben!
- Friedhofsanierung und Ausweitung des Urnengräberangebotes.
SPD-Forderung: Alle Maßnahmen, die finanziell sofort machbar sind (z.B. Neugestaltung der Wasserstellen, Sanierung der Hauptwege), auch sofort in Angriff nehmen!
- Verkehrsprobleme,
SPD-Antrag: Erarbeitung eines „gesamtstädtischen Verkehrskonzeptes“ unter Einbeziehung von „Stadtumfahrungs-Varianten“. Das Stadtumfahrungskonzept muss dann (a) in den Flächennutzungsplan und (b) in den Regionalplan aufgenommen werden.
Weitere Verkehrsthemen wurden angesprochen:
Fußgänger-Ampelregelung am Rathaus, Gestaltung der Kreisverkehrs-Inseln, „Wildparken“ im Bahnhofsbereich, Autobahnausfahrt LB-Mitte auf Asperger Gemarkung. (Fortsetzung folgt)