SPD-Ortsverein Asperg

SPD-Fraktion zum Haushaltsplan 2008: Teil II

Veröffentlicht am 12.02.2008 in Kommunalpolitik

In ihrer Stellungnahme zum Haushaltsplan 2008 legte die SPD-Fraktion den Schwerpunkt auf die Themen Bildung, Betreuung von Kindern und Jugendlichen und Familienförderung.

Fraktionssprecher Hubert Kohl trug folgende Wünsche und Forderungen der Fraktion vor:


1. Ein Kinderhaus für Asperg
Während in vielen Kommunen, insbesondere in den neuen Bundesländern, die Anzahl der Kinder rückläufig ist, müssen in Asperg immer noch neue Kindergartenplätze geschaffen werden. Ein neuer Kindergarten für 4 Gruppen soll gebaut werden. Die Standortfrage ist noch nicht endgültig geklärt (Zur Diskussion steht der Südrand des Bürgergartens an der Hölderlinstraße). Der Neubau soll wie im Kiga „Berliner Straße“ gemischt genutzt werden, d.h. im Erdgeschoß ist der Kindergarten, in den Obergeschoßen sind Eigentumswohnungen. Die SPD hat hierzu zwei Forderungen:

  • Im Wohnbereich sollen preiswerte Wohnungen für junge Familien angeboten werden, damit Familien, die „nicht so betucht sind“ auch eine Chance auf Wohneigentum haben.
  • Der Standort ist so zu wählen und die Nutzfläche so zu gestalten, dass der Kindergarten als Kinderhaus genutzt werden kann. Zum Verständnis: In einem Kinderhaus werden 1- bis 10-jährige Kinder ganztägig (z.B. von 7 bis 17 Uhr) in altersgemischten Gruppen betreut. Das Betreuungsangebot einer Gemeinde ist heute „ein Werbefaktor“ und für manche Familien (z.B. für Alleinerziehende) ein „Existenzfaktor“ geworden.

2. Bildungsoffensive Asperg
Die prekären Zustände in vielen Bereichen sind meist durch mangelhafte Bildung (und Erziehung!) bedingt, z. B. fehlender Schulabschluss, mangelhafte Berufsausbildungsfähigkeit und die dadurch verursachte Jugendarbeitslosigkeit, Verwahrlosung und Jugendkriminalität. Der Schlüssel zu einer Besserung liegt in der Formel BEB (Bildung+Erziehung+Betreuung). Stadtverwaltung und Gemeinderat haben dies erkannt, erste Maßnahmen sind erfolgt: Einrichtung einer Betreuungsgruppe für Kleinkinder (1- bis 3-Jährige), Erleichterung des schulischen Ganztagsbetriebs durch Mensa-Essen und das Ausbau-/Sanierungsprogramm im Schulzentrum.

Forderungen der SPD-Fraktion:

  • Die frühkindliche Förderung in Kindergarten und Grundschule ausbauen, z.B. durch eine verstärkte Sprachförderung.
  • Die Umsetzung des Orientierungsplanes ab dem Schuljahr 2009/2010 in regelmäßiger, gemeinsam verantworteter Zusammenarbeit unter Beteiligung der Eltern/ des Gesamtelternbeirat/ von Grundschullehrern vorzunehmen. Hubert Kohl fragt: „Gibt es hierzu schon Vorstellungen und Pläne?“ Die SPD-Fraktion regt an, Elternbeiräte und Erzieherinnen sollen dem Gemeinderat bzw. dem Verwaltungsausschuss über ihre Vorhaben berichten.
Die SPD-Fraktion bescheinigt der Verwaltung, dass sie auf dem richtigen Weg ist, und ermuntert sie, mutig voranzuschreiten auf dem Weg zu einer familien- und kinderfreundlichen Stadt. Dies gilt auch für die Aktivitäten zur Lösung der Probleme mit Jugendlichen auf öffentlichen Plätzen. Dem „konzertierten Gespräch“ zwischen betroffenen Anwohnern, Jugendlichen, Jugendsachbearbeitern und Polizei müssen Vorschläge gemacht, dem Gemeinderat berichtet und Maßnahmen beschlossen werden.
 

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden