Wirklich unendlich sind sie selten: die „unendlichen Geschichten“. Aber sie können dauern und dauern, und nerven und nerven! In Asperg fällt uns hierzu zu allererst die Geschichte des jahrzehntelangen Asperger Gschmäckles ein“.
Als die „gschmäckles-betroffene Bevölkerung“ die Hoffnung fast schon aufgegeben hatte, tat sich aber plötzlich ein Licht auf. „Die Firma Bruch verlegt ihren Standort nach Marbach am Neckar“, so die frohe Botschaft. Im Jahr 2009 soll dort die neue Produktionsstätte der Firma in Betrieb gehen, und – hoffentlich alsbald danach – die Asperger Aluschmelze außer Betrieb. Das „Gschmäckle sagt dann Ade“!
Eine zweite Asperger Geschichte ist nun auch schon in die Jahre gekommen: Die Rebflurbereinigung und Sanierung der Weinbergmauern und –wege am Südhang unseres Hausberges. Der Startschuss fiel im Herbst 2003. Fortan hieß es Jahr für Jahr: „Nach der Weinlese geht es los!“ Zuletzt in der Gemeinderatssitzung am 16. Oktober 2007: „Nach der Weinernte im Herbst 2008 geht es los!“ Doch mal hakte es an den Forderungen des Naturschutzes, mal an der Uneinigkeit der Weinbergbesitzer, mal an der Tatsache, dass einige Weinbergbesitzer sich aus dem Verfahren ausgeklinkt haben. Ein konkreter Planungsentwurf steht immer noch aus!
Hoffentlich wird unsere neue Stadtbücherei nicht ebenfalls zu „einer unendlichen Geschichte“. Am 22. Dezember ist unsere „Neue Mitte“ ein halbes Jahr in Betrieb – nicht jedoch die Stadtbibliothek. Ein fehlerhaft aufgebrachter Estrich ist schuld daran. Dieser zeigt zahlreiche Risse. Und was im Privatbereich eine Angelegenheit von wenigen Tagen wäre – „alter Estrich raus, neuer Estrich rein“ – ist zum verwaltungsüblichen „Casus belli“ geworden. Der Streit um Verantwortlichkeiten und um die finanzielle Regelung kann Jahre dauern. Bei Gutachterstreiten ist unter einem Jahr nichts zu machen! Und wenn der Streit gerichtlich endlich entschieden ist, trifft es meist den Steuerzahler, sprich: die Öffentlichkeit. Die angefallenen Kosten betragen dann oft ein Vielfaches dessen, was die sofortige Ersatzleistung gekostet hätte. Unsere Nachbarkommune Markgröningen kann ein Lied davon singen: Sie bleib auf den Kosten für die Fußgängerbrücke über die Osttangente sitzen. Die ausführende Firma der mangelhaften Brücke war Konkurs gegangen. Hoffen wir, dass dies unserer Kommune erspart bleibt und, dass die „Asperger Bibliothek nicht zu einer allzu lange andauernden unendlichen Geschichte“ wird.
Der Vorstand des SPD-Ortsvereins bedankt sich
… bei der Bevölkerung für den Besuch seines Standes am Weihnachtsmarkt. Unser selbstgemachter Glühwein war wieder sehr gefragt. Und unser neues Angebot – „LKW mit ABS“ (Leberkäs-Weck mit a bissle Senf) – hatte auch einen ganz guten Start.
… bei allen seinen Helferinnen und Helfern, bei den Lieferanten der benötigten Waren, und im Besonderen bei Emanuel Fichtel und seinem Mitarbeiter für den Transport unseres Marktstandes.