Noch längst nicht alle Kommunen konnten sich durch Umgehungsstraßen oder durch Tunnellösungen vom Durchgangsverkehr entlasten.
Unsere Nachbarn Markgröningen und Tamm haben es geschafft, ihre Ortszentren zu entlasten, in Möglingen und Asperg flutet der Massenverkehr noch munter bzw. stockend durch die Zentren. In Asperg hat man in den 60er-Jahren die Gelegenheit verschlafen bzw. aus egoistischen Gründen verhindert, und so führt der Massenverkehr nach wie vor durch unsere Stadtmitte. Und so ist die schöne Neue Mitte eine „verkehrsumflutete“.
Bilanz eines Gutachtens
Die jüngsten Zahlen über die Verkehrsentwicklung in Asperg hat im Februar dieses Jahres das Büro Kölz vorgelegt, zwar nicht flächendeckend, aber im Detail doch bemerkenswert.
- Die drei Hauptachsen Eglosheimer Straße (ca. 17 700 Fahrzeuge), Königstraße (in der oberen Hälfte ca. 17 000) und Markgröninger Straße (ca. 20 000 bis zum Kreisel) tragen die Hauptlast.
- Besonders betroffen ist das Nadelöhr zwischen Hotel Adler und dem Kreisel in der Markgröninger Straße. Am „Knoten Hotel Adler“ zählte das Institut pro Tag 19 000 Fahrzeuge.
- Die Hauptverkehrszunahme hat die Königstraße (aus und nach Tamm) zu verzeichnen: Von 2001 bis 2006 stieg dort das Aufkommen um 12% (um ca. 1800 Fahrzeuge).
- Von diesen 12% kamen am Rathaus aber nur 7% an. Die restlichen 5% benutzten den „Schleichweg Kelterstraße-Wettestraße (Schulstraße/Weinstraße)“. Das Büro Kölz zählte im Herbst 2007 in der Kelterstraße 2600 Fahrzeuge pro Tag. Das entspricht einer Zunahme von 93% seit 2001! Dies veranlasste Gemeinderat und Stadtverwaltung nun endlich zu handeln, indem sie die Kelterstraße zur „unechten Einbahnstraße“ erklärten.
- Andere Schleichwege: Die Schillerstraße erfuhr eine Entlastung (von 1200 auf 800 Fahrzeuge), die Berliner/Stuttgarter Straße blieb in etwa konstant (3900 Fahrzeuge/Tag).
(Fortsetzung folgt)