SPD-Ortsverein Asperg

Das Asperger Bädle ist Geschichte

Veröffentlicht am 04.03.2024 in Fraktion

Nun ist es endgültig traurige Gewissheit: Das Asperger Bädle am Bürgergarten wird abgerissen.

Noch im vergangenen Jahr hatten die SPD und die VWG Anträge gestellt, um die Sanierungsmöglichkeiten der Lehrschwimmhalle zu prüfen. Das nun vorliegende Gutachten spricht von einem desaströsen Gesamtzustand des Bades und verweist auf Sicherheitsmängel. Die Sanierung soll 6,8 Mio € kosten, ein Neubau an gleicher Stelle rund 1 Mio. € mehr. Aufgrund der aktuellen Haushaltslage ist auch uns klar, dass das momentan nicht gestemmt werden kann.

Stadtrat Markus Furtwängler zeigte sich in der Sitzung am vergangenen Dienstag verwundert ob des großen Sanierungsaufwands und merkte an, dass es zu Zeiten des Betriebs, der bekanntermaßen nicht so lange eingestellt ist, keine Legionellenprobleme gab und auch skizzierte Verletzungsgefahren nicht nachvollzogen werden können. 
Die Asperger SPD-Stadträtin und Stadträte haben über Jahrzehnte für den Erhalt des Bades gekämpft. Wir haben immer wieder darauf verwiesen, dass die Stadt eine eigene Halle unterhalten muss, um die Anforderungen des Schulschwimmens, der Schwimmausbildung und der Lebensrettung zu erfüllen. Diesen Kampf haben wir verloren, das Bädle wird abgerissen. Die SPD-Stadträte haben hier dagegen gestimmt, lediglich zwei wackere Mitstreiter gab es ansonsten im Gemeinderat.
Positiv bleibt anzumerken, dass der „Asperger Poseidon“ des Besigheimer Künstlers Fred Stelzig erhalten bleibt und das Grundstück nicht verkauft wird, sondern für einen zukünftigen Neubau vorgehalten werden soll.

Wir führten in unserer Haushaltsrede 2024 aus, dass der interkommunale Weg vielleicht eine Lösung sei. Wenn man es genau besieht, sind hier allerdings einige Unwegbarkeiten gegeben, die die interkommunale Lösung in Frage stellen. Stadtrat Ottmar Breckel, der auch Vorsitzender der Schwimmabteilung des TSV Aspergs ist und das Bädle in- und auswendig kennt durch die von ihm geleiteten Schwimmkurse, merkt hierzu an:
 

1. Eine 16-m-Bahn ist für unsere Zwecke genügend. Es werden keine 25-m-Bahn und Springtürme benötigt. Wenn man solche Überlegungen interkommunal anstellt, ist es günstiger, in Asperg für sich ein 16-m-Becken zu realisieren. 

2. Ist der Bedarf in den einzelnen Kommunen für Schulschwimmen, Vereinssport und Lebensrettung jeweils so hoch, dass das Belegungskontingent einer Halle für mehrere Kommunen nicht ausreichen wird. 

3. Wird durch eine interkommunale Lösung zusätzlicher Verkehr generiert, der ja in Zeiten des Klimawandels reduziert werden soll. In der Diskussion wurde angeführt, dass eine neue Halle am Bürgergarten einen viel größeren CO2-Abdruck hätte, als zukünftiger Verkehr zu einer interkommunalen Halle. Dies wäre aber alles nicht nötig gewesen, wenn man das Bädle immer gut instand gehalten hätte. Dann müsste man es jetzt auch nicht abreißen. Außerdem dürfte der CO2-Abdruck der neuen Sporthalle unterhalb des Siechenbergs auch nicht gerade gering sein. Hier hörte man allerdings solche Bedenken nicht.

Lassen wir uns überraschen, wie, wo und wann ein neues Bädle für Asperg entsteht. Die Bürgerinnen und Bürger können aber auf jeden Fall vergewissert sein, dass die SPD das Thema Lehrschwimmhalle in und für Asperg weiter mit Herzblut begleiten wird.

 

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